Canis Lupus

Wölfe (Canis Lupus)

Wissen öffnet Horizonte

Referent: Peter Sürth Ing. für Wildtiermanagement, Experte für Wölfe, Braunbären und Luchse.

Ursprünglich haben Wölfe in ganz Europa gelebt. Wir Menschen haben dann angefangen zu verdrängen und in vielen Ländern ausgerottet. Sie haben als Splitterpopulation in Europa nur in sehr dünn besiedelten oder schwer zugänglichen Regionen überleben können. Der Hauptgrund für die intensive Verfolgung war der Konflikt mit den Nutztierhaltern, die Konkurrenz mit den jagdlichen Interessen und die Angst der Menschen. Über den Wolf als Wildtier hat man allerdings fast nichts gewusst und ihn nur als Schädling und störendes Element betrachtet. Seit den 70er Jahren hat man dann angefangen die Wölfe unter Schutz zu stellen und hat begonnen ihr Verhalten zu erforschen. Heutzutage breiten sich die Wölfe in Europa wieder aus und erreichen Gebiete die seit über 100 Jahren keine Wölfe mehr hatten. Zudem wissen wir heute, dass Wölfe zu den anpassungsfähigsten und intelligentesten Wildtieren gehören. In den kommenden 20-30 Jahren werden Wölfe Deutschland, Österreich und die Schweiz zunehmend wieder eigenständig besiedeln. Das wird ein schwieriger Prozess und wir Menschen werden lernen müssen wieder mit dem Wolf zu leben.

Lernziele zum Wolf:

  • Wo leben Wölfe in Europa?
  • Wo haben Wölfe früher gelebt und warum sind sie dort nicht mehr?
  • Wieso kommen Wölfe in unsere Heimat zurück?
  • Wie leben Menschen in Wolfsregionen mit dem Wolf?
  • Wie leben Wölfe mit Menschen und den vielen Aktivitäten.
  • Welche Konflikte wird es geben mit den Wölfen?
  • Wie geht man in anderen Ländern mit diesen Konflikten um?
  • Wie gefährlich sind Wölfe für uns Menschen?
  • Wie gefährlich sind Menschen für Wölfe?
  • Was mache ich bei Begegnungen mit Wölfen?
  • Wie und warum erforscht man Wölfe?
  • Wie sieht der Lebensraum in den Alpen und in Deutschland aus der Sicht der Wölfe aus?
  • Wie scheu sind Wölfe wirklich?
  • Wie ist die soziale Struktur bei den Wölfen aufgebaut?
  • Warum sind Wölfe geschützt?
  • Wie viel Platz brauchen Wölfe?
  • Was ist Wildtiermanagement?

Informationen zu den einzelnen Programmpunkten:

Interaktive Schulstunde

In interaktiv gestalteten 45-90min (Doppelstunde) erzähle ich aus meiner Arbeit in der Wildtierforschung mit Wölfen. Mit Hilfe von Bildern, Karten, Videoclips und Anekdoten aus der Forschung erarbeiten wir uns Antworten zu den Fragen. Gipsabdrücke von Spuren verschiedener Wildtiere, Telemetriesender und weitere Utensilien aus meiner Arbeit runden den Tag ab. Ich fordere die Schüler auf alle Aussagen kritisch zu hinterfragen und versuche möglichst viele Fragen zu beantworten.  Mein Programm gestalte ich für alle Schulklassen von der Grundschule bis zur Oberstufe. Den Inhalt, die Tiefe und die Art und Weise passe ich dem Alter entsprechend an.

Gemeinsam werden wir über Lösungsmöglichkeiten für Konflikte nachdenken. Aktuelle Ereignisse werden von mir vorgestellt und einbezogen.  

Am Ende sollen die Schüler sensibilisiert werden über die Verantwortung die wir Menschen den Wildtieren gegenüber haben, auch dann wenn sie uns Probleme bereiten.

Begleitung von Arbeitsgruppen

Wölfe und die gesamte ökologische und sozial-ökonomischen Faktoren stellen ein spannendes und vielschichtiges Thema für schulische Arbeitsgruppen dar. Ich biete an diese Gruppen fachlich zu begleiten. Der Wolf bietet viele Themen. Dazu die ökologische Rolle, die Geschichte und insbesondere eine kritische Selbstreflexion, die Betrachtung unserer heutigen Gesellschaft, aller Interessensgruppen und der Politik Die Form meiner Begleitung muss im Vorfeld abgesprochen werden. Möglich sind ein oder mehrere Vorträge, Exkursionen, die Onlineunterstützung und die Unterstützung von Ausstellungen oder Events.  

Projektwochen

Das Thema Wölfe bietet sich mit allen Facetten auch für eine Projektwoche an. Hier besteht die Möglichkeit einer intensiven Begleitung und der permanente Arbeit mit den Schülern. Die Unterstützung erfolgt schon bei der Auswahl der Kernthemen. Dabei durchleuchten wir kritisch Mensch und Wolf selbst und die pro und contras die in den Medien dargestellt werden. Am Ende der Woche sollen die Schüler in der Lage sein eine eigene Meinung zu formulieren wie sie ihre Zukunft mit dem Wolf sehen und was wir ändern sollten um Wege für ein Miteinander zu finden.

Exkursionen

Ich biete die Möglichkeit an Exkursionen zu begleiten und mitzuentwickeln für ein- oder mehrtägige Exkursionen. Bei einer Exkursion in der Umgebung der Schule schauen wir uns den Lebensraum aus der Sicht der Wölfe und der Menschen an. Ich erzähle dabei aus dem Forscheralltag und je nach Altersgruppe machen wir Spiele zum Wolfsthema. Ebenso ist die Exkursion zu einem Schafbauern möglich, mit dem die Schüler direkt über seine Sichtweise und Probleme mit dem Wolf sprechen können. Bei mehrtägigen Exkursionen fahren wir in eine Wolfsregion, gehen dort auf Spurensuche und diskutieren die Wolfsthematik mit verschiedenen Akteuren vor Ort.

Schulfest, Ausstellungen und Events

Die oben aufgeführten Programmpunkte können am Ende in einem Schulfest eingebunden werden, oder in Ausstellungen und Events. Ich biete an diese Aktivitäten zu Unterstützen und auf Wunsch auch mit einem eigenen Auftritt. Da wir von Verein aus selber Ausstellungen konzipieren werden, besteht hier die Möglichkeit von Kooperationen. Die Kunst, Musik und Theater stellt ein hervoragendes Medium für Veranstaltungen dar. Zwei Beispiele die ich begleitet habe sind: „Wenn Wölfe feiern“ ein Schulfest der Sprachförderschule in Wagshurst, „Kids for the Wolf“ eine Jugendkunstausstellung mit der Jugendkunstschule in Filderstadt.

Lehrerfortbildung

Ich besuche Schulen schon seit vielen Jahren und spreche mit Schülern und Lehrer über Wölfe, Luchse und Braunbären. Viele Lehrer fragen mich nach einer Fortbildungsmöglichkeit, denn sie stellen fest zum einen die Bedeutung fest als auch, dass die übliche Schulliteratur veraltet ist. Es ist nicht einfach eine solche Fortbildung zum Thema Wolf oder große Beutegreifer zu organisieren und zu finanzieren. Trotzdem biete ich entsprechende Lehrerfortbildungen an. Über den Verein ist sowohl die Finanzierung einfacher als auch die Realisation. 

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