{"id":245,"date":"2013-09-28T11:21:11","date_gmt":"2013-09-28T10:21:11","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?page_id=245"},"modified":"2019-08-27T09:15:35","modified_gmt":"2019-08-27T08:15:35","slug":"canis-lupus","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.human-wildlife.info\/?page_id=245","title":{"rendered":"Large Carnivores"},"content":{"rendered":"<article>\n<header>\n<article>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000; font-size: xx-large;\">W\u00f6lfe, Luchse, Braunb\u00e4ren<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000; font-size: xx-large;\">Wissen \u00f6ffnet Horizonte<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><b>Referent: <\/b><a title=\"Kurzportait\" href=\"http:\/\/wordpress.human-wildlife.info\/?page_id=101\">Peter S\u00fcrth <\/a>Ing. f\u00fcr Wildtiermanagement, Experte f\u00fcr W\u00f6lfe, Braunb\u00e4ren und Luchse.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Urspr\u00fcnglich haben W\u00f6lfe, Luchse und Braunb\u00e4ren in ganz Europa gelebt. Sie werden noch h\u00e4ufig als Raubtiere bezeichnet, immer \u00f6fter als gro\u00dfe Beutegreifer. Allerdings ist der europ\u00e4ische Braunb\u00e4r kein typischer J\u00e4ger oder Fleischfreser sonder ein Allesfresser (Omnivor). Wir Menschen haben alle drei Arten (und viele andere Wildtiere) in vielen Regionen ausgerottet. W\u00f6lfe, Luchse und B\u00e4ren haben als Splitterpopulation in Europa nur in sehr d\u00fcnn besiedelten oder schwer zug\u00e4nglichen Gebieten \u00fcberleben k\u00f6nnen. Die drei Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr die intensive Verfolgung war der Konflikt mit den Nutztierhaltern, die Konkurrenz mit den jagdlichen Interessen und die Angst der Menschen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Weder \u00fcber W\u00f6lfe, noch \u00fcber Luchse oder B\u00e4ren hat man viel gewusst. Wildtiere wurden klar in Sch\u00e4dlinge und n\u00fctzliche Schubladen gesteckt. Das gilt sehr oft noch bis heute. Das sind eindeutig einseitige und ausgesprochen egozentrische Sichtweisen. Seit den 70er Jahren hat man angefangen die gro\u00dfen Beutegreifer unter Schutz zu stellen und hat intensiver begonnen die Lebens- und Verhaltensweisen wissenschaftliche zu erforschen. Alle drei Arten breiten sich in Europa wieder aus. Allerdings schaffen es nur die W\u00f6lfe relativ schnell gro\u00dffl\u00e4chig alte Lebensr\u00e4ume wieder eigenst\u00e4ndig zu besiedeln. Die Populationsentwicklung und erfolgreiche Wiederbesiedlung bei den Luchsen und B\u00e4ren verl\u00e4uft sehr viel langsamer.\u00a0 <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">W\u00f6lfe geh\u00f6ren zu den anpassungsf\u00e4higsten und intelligentesten Wildtieren. Zuk\u00fcnftig werden W\u00f6lfe Deutschland, \u00d6sterreich und die Schweiz zunehmend wieder eigenst\u00e4ndig besiedeln. Auch die Anzahl der Braunb\u00e4ren nimmt in den Alpen und anderen Gebieten langsam wieder zu. Zum Teil gest\u00fctzt durch fr\u00fchere Ansiedlungsprojekte wie in der Brenta in Italien und durch eine nat\u00fcrliche Ausbreitung. Die Luchse in Deutschland und den Alpen sind durch Ansiedlungsprojekte der vergangenen Jahrzehnte zur\u00fcckgekommen. Sie tun sich ausgesprochen schwer neue Regionen eigenst\u00e4ndig zu besiedeln. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Insgesamt wird die R\u00fcckkehr der gro\u00dfen Beutegreifer ein schwieriger Prozess. Wir Menschen werden lernen m\u00fcssen mit dem Wolf, dem Luchs und in den Alpen auch mit den B\u00e4ren wieder zu leben. Die zuk\u00fcnftige wichtige Herausforderung ist nicht das Managment der Wildtiere, sondern das Management (die Gestaltung) des Miteinanders von Menschen und W\u00f6lfen, Luchse und B\u00e4ren in einem gemeinsam genutzten Lebensraum. Selbstverst\u00e4ndlich wird es Konflikte geben, auf beiden Seiten. Es geht darum die Konflikte f\u00fcr uns Menschen und f\u00fcr die gro\u00dfen Beutegreifer zu minimieren. Das gro\u00dffl\u00e4chige Abschaffen von &#8222;st\u00f6renden&#8220; Wildtierarten und Populationen ist ein NOGO und auch juritisch zum Gl\u00fcck nicht mehr m\u00f6glich. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Grundprinzip des modernen &#8222;Mensch-Wildtier-Management&#8220; ist die &#8222;Gestaltung des Miteinanders&#8220; und gilt grunds\u00e4tzlich im Zusammenhang f\u00fcr alle Mensch-Wildtierbeziehungen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h3>Das beudetet am Ende:<\/h3>\n<h4><span style=\"color: #ff6600;\">Eine sehr selbstkritische Betrachtung wie Menschen mit anderen Lebewesen umgehen.<\/span><\/h4>\n<p><b><span style=\"color: #000000;\">Lernziele zum Wolf und Luchs (und B\u00e4r):<\/span><\/b><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wo leben W\u00f6lfe\/Luchse in Europa?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wo haben W\u00f6lfe\/Luchse fr\u00fcher gelebt und warum sind sie dort nicht mehr?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wieso kommen W\u00f6lfe\/Luchse in unsere Heimat zur\u00fcck?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie leben Menschen in Regionen mit dem Wolf\/Luchs und B\u00e4r?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie leben W\u00f6lfe\/Luchse mit Menschen und den vielen Aktivit\u00e4ten. <\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Welche Konflikte wird es geben mit den W\u00f6lfen\/Luchsen?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie geht man in anderen L\u00e4ndern mit diesen Konflikten um?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie gef\u00e4hrlich sind W\u00f6lfe\/Luchse f\u00fcr uns Menschen?<\/span><\/li>\n<li>Wie gef\u00e4hrlich sind Menschen f\u00fcr W\u00f6lfe\/Luchse?<\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Was mache ich bei Begegnungen mit W\u00f6lfen oder einem Luchs?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie und warum erforscht man W\u00f6lfe\/Luchse\/B\u00e4ren?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie sieht der Lebensraum in den Alpen und in Deutschland aus der Sicht der W\u00f6lfe\/Luchse\/B\u00e4ren aus?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie scheu sind W\u00f6lfe\/Luchse wirklich?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie ist die soziale Struktur bei den W\u00f6lfen\/Luchsen aufgebaut?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Warum sind W\u00f6lfe\/Luchse gesch\u00fctzt?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie viel Platz brauchen W\u00f6lfe\/Luchse?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Was ist Wildtiermanagement?<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>Informationen zu den einzelnen Programmpunkten:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><strong>Interaktive Schulstunde<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In interaktiv gestalteten 45-90min (Doppelstunde) erz\u00e4hle ich aus meiner Arbeit in der Wildtierforschung mit W\u00f6lfen, Luchse und Braunb\u00e4ren. Mit Hilfe von Bildern, Karten, Videoclips und Anekdoten aus der Forschung erarbeiten wir uns Antworten zu den Fragen. Gipsabdr\u00fccke von Spuren verschiedener Wildtiere, Telemetriesender und weitere Utensilien aus meiner Arbeit runden den Tag ab. Ich fordere die Sch\u00fcler auf alle Aussagen kritisch zu hinterfragen und versuche m\u00f6glichst viele Fragen zu beantworten. \u00a0Mein Programm gestalte ich f\u00fcr alle Schulklassen von der Grundschule bis zur Oberstufe. Den Inhalt, die Tiefe und die Art und Weise passe ich dem Alter entsprechend an.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Gemeinsam werden wir \u00fcber L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Konflikte nachdenken. Aktuelle Ereignisse werden von mir vorgestellt und einbezogen.\u00a0\u00a0 <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am Ende sollen die Sch\u00fcler sensibilisiert werden \u00fcber die Verantwortung die wir Menschen den Wildtieren gegen\u00fcber haben, auch dann wenn sie uns Probleme bereiten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><strong>Begleitung von Arbeitsgruppen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">W\u00f6lfe\/Luchse und die gesamte \u00f6kologische und sozial-\u00f6konomischen Faktoren stellen ein spannendes und vielschichtiges Thema f\u00fcr schulische Arbeitsgruppen dar. Ich biete an diese Gruppen fachlich zu begleiten. Der Wolf und Luchs bietet viele Themen. Dazu die \u00f6kologische Rolle, die Geschichte und insbesondere eine kritische Selbstreflexion, die Betrachtung unserer heutigen Gesellschaft, aller Interessensgruppen und der Politik Die Form meiner Begleitung muss im Vorfeld abgesprochen werden. M\u00f6glich sind ein oder mehrere Vortr\u00e4ge, Exkursionen, die Onlineunterst\u00fctzung und die Unterst\u00fctzung von Ausstellungen oder Events.\u00a0\u00a0 <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><strong>Projektwochen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Thema W\u00f6lfe (gro\u00dfe Beutegreifer) bietet sich mit allen Facetten auch f\u00fcr eine Projektwoche an. Hier besteht die M\u00f6glichkeit einer intensiven Begleitung und der permanente Arbeit mit den Sch\u00fclern. Die Unterst\u00fctzung erfolgt schon bei der Auswahl der Kernthemen. Dabei durchleuchten wir kritisch Mensch und Wolf selbst und die pro und contras die in den Medien dargestellt werden. Am Ende der Woche sollen die Sch\u00fcler in der Lage sein eine eigene Meinung zu formulieren wie sie ihre Zukunft mit dem Wolf\/Luchs sehen und was wir \u00e4ndern sollten um Wege f\u00fcr ein Miteinander zu finden. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><strong>Exkursionen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ich biete die M\u00f6glichkeit an Exkursionen zu begleiten und mitzuentwickeln f\u00fcr ein- oder mehrt\u00e4gige Exkursionen. Bei einer Exkursion in der Umgebung der Schule schauen wir uns den Lebensraum aus der Sicht der Wildtiere und der Menschen an. Ich erz\u00e4hle dabei aus dem Forscheralltag und je nach Altersgruppe machen wir Spiele zum Wolfsthema. Ebenso ist die Exkursion zu einem Schafbauern m\u00f6glich, mit dem die Sch\u00fcler direkt \u00fcber seine Sichtweise und Probleme mit dem Wolf\/Luchs sprechen k\u00f6nnen. Bei mehrt\u00e4gigen Exkursionen fahren wir in eine Wolfsregion, gehen dort auf Spurensuche und diskutieren die Wolfsthematik mit verschiedenen Akteuren vor Ort. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><strong>Schulfest, Ausstellungen und Events<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die oben aufgef\u00fchrten Programmpunkte k\u00f6nnen am Ende in einem Schulfest eingebunden werden, oder in Ausstellungen und Events. Ich biete an diese Aktivit\u00e4ten zu Unterst\u00fctzen und auf Wunsch auch mit einem eigenen Auftritt. Da wir von Verein aus selber Ausstellungen konzipieren werden, besteht hier die M\u00f6glichkeit von Kooperationen. Die Kunst, Musik und Theater stellt ein hervoragendes Medium f\u00fcr Veranstaltungen dar. Zwei Beispiele die ich begleitet habe sind: &#8222;Wenn W\u00f6lfe feiern&#8220; ein Schulfest der Sprachf\u00f6rderschule in Wagshurst, &#8222;Kids for the Wolf&#8220; eine Jugendkunstausstellung mit der Jugendkunstschule in Filderstadt. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><strong>Lehrerfortbildung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\">Ich besuche Schulen schon seit vielen Jahren und spreche mit Sch\u00fclern und Lehrer \u00fcber W\u00f6lfe, Luchse und Braunb\u00e4ren. Viele Lehrer fragen mich nach einer Fortbildungsm\u00f6glichkeit, denn sie stellen fest zum einen die Bedeutung fest als auch, dass die \u00fcbliche Schulliteratur veraltet ist. Es ist nicht einfach eine solche Fortbildung zum Thema Wolf oder gro\u00dfe Beutegreifer zu organisieren und zu finanzieren. Trotzdem biete ich entsprechende Lehrerfortbildungen an. \u00dcber den Verein ist sowohl die Finanzierung einfacher als auch die Realisation.\u00a0 <\/span><\/p>\n<\/article>\n<\/header>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00f6lfe, Luchse, Braunb\u00e4ren Wissen \u00f6ffnet Horizonte Referent: Peter S\u00fcrth Ing. f\u00fcr Wildtiermanagement, Experte f\u00fcr W\u00f6lfe, Braunb\u00e4ren und Luchse. Urspr\u00fcnglich haben W\u00f6lfe, Luchse und Braunb\u00e4ren in ganz Europa gelebt. Sie werden noch h\u00e4ufig als Raubtiere bezeichnet, immer \u00f6fter als gro\u00dfe Beutegreifer. 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